Peter Römer

Portrait Peter Artur Römer um 1920. Aufnahme vermutlich in Südafrika | © Hildegard Ochse Estate
Arthur Peter Römer um 1920 | © Hildegard Ochse Estate

Arthur Peter Maria Römer, geboren am 4. März 1893 zu Urft, Kreis Schleiden (Eifel).

Über seine Eltern, Robert Joseph Römer (1849–1898) und Maria Römer geborene Hammenstedt (1858–1940) ist kaum etwas überliefert. Der Vater war Direktor der Staatlichen Handwerkerschule in Steinfeld (Eifel) und verstarb sehr früh.

Sein Weg führte ihn um den halben Erdball. Belgien, England, Südafrika, Frankreich waren Stationen, die er kennenlernte. Kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs legte er als 20-Jähriger in Belgien sein pädagogisches Examen ab. Durch den frühen Tod seines  Vaters verbrachte er den größten Teil seiner Jugend bei seiner belgischen Großmutter in Arlon. Später studierte er in England, wo ihm der Akademikertitel BA verliehen wurde, zudem studierte er mit Examensabschluss in Frankreich.

Peter Römer mit Schüler und Kollegen in der Boys High School in Südafrika, 1919
Peter Römer in der Boys High School in Südafrika, 1919 | © Hildegard Ochse Estate

Nach seinem Examen 1911 verließ er Europa und arbeitete als Deutschlehrer in Südafrika in der Provinz Natal, über seinen Aufenthalt dort ist bis auf ein Klassenfoto und einem Reisepass nicht viel bekannt. Während des Ersten Weltkriegs wurde er von den Engländern interniert. Anfang der 20er Jahren kehrte Arthur Peter Römer nach Deutschland zurück. Nach seiner Rückkehr 1923 war er bis Ende der 20er Jahre als Fremdsprachenlehrer in der von Josef Clarén 1892 gründeten Hermann Schule tätig, eine katholische Privatschule mit Internat in Bad Meinberg, zwischen Paderborn und Detmold gelegen.

Reisepass Peter Arthur Römer, 1922
Reisepass um 1922 | © Hildegard Ochse Estate

Er studierte 1929 für kurze Zeit in England, nach seiner Rückkehr 1930 und längerer Arbeitslosigkeit machte sich Arthur Peter Römer Ende 1931 als Privatdozent für Fremdsprachen in Münster selbstständig.

Haus Hildegard, Bad Salzuflen, Töchterheim, Töchterheim, Haus | © The Hildegard Ochse Estate
Haus Hildegard, 1934 | © Hildegard Ochse Estate

Am 14. Oktober 1933 heiratet er Emma Maria Krusemeyer bei Münster und zog mit ihr 1934 nach Bad Salzuflen. Anfang März des selben Jahres gründeten sie zusammen das Töchterheim Haus Hildegard. Nach dem Zweiten Weltkrieg arbeitete er als Übersetzer für die britischen Streitkräfte in Detmold und gehörte er zu den Gründungsmitgliedern der CDU in Bad Salzuflen. Arthur Peter Maria Römer starb am 7. Dezember 1957 in folge eines Herzinfarkts in Bad Salzuflen.

Peter Römer gemalt von Richard Sprick um 1945 © Estate of Hildegard Ochse / Landesmuseum Detmold
Arthur Peter Römer gemalt von Richard Sprick um 1945 | © Richard Sprick/ Landesmuseum Detmold/ Foto Hildegard Ochse Estate

Quelle: Archiv Hildegard Ochse, Lebenslauf 1937, Todesanzeige 1957, deutsche-biographie.de