KPM Berlin

Angestellter bei der Arbeit in der KPM Berlin © Hildegard Ochse 1988

KPM Berlin © Hildegard Ochse 1988

Die Bilder dokumentieren in eindrucksvoller Weise Menschen bei der Herstellung von Porzellan in der Königliche Porzellan-Manufaktur Berlin.

Die KPM Berlin wurde von Friedrich dem Großen am 19. September 1763 gegründet. Ihren eigentlichen Ursprung hat sie allerdings in drei privaten Unternehmungen, die unter königlicher Förderung schon seit der Mitte des 18. Jahrhunderts versuchten, das weiße Gold (Porzellan) in Berlin zu etablieren.

Am Anfang stand der Berliner Kaufmann und Wollzeugfabrikant Wilhelm Caspar Wegely, der 1751 die erste Berliner Porzellanmanufaktur gründete und diese bis in das Jahr 1757 betrieb.
Als der Unternehmer Johann Ernst Gotzkowsky beabsichtigte, dem Wunsch Friedrichs des Großen nachzukommen, eine neue Porzellanmanufaktur in Berlin zu errichten, verkaufte ihm E. H. Reichard am 11. Januar 1761 neben seinem kleinen Betrieb auch das Arkanum, also gewissermaßen das Know-how zur Fertigung von Porzellan. Reichard wurde Arkanist der Manufaktur und auch seine acht Beschäftigten wurden übernommen.

Die ursprünglich an der Leipziger Straße gelegenen Fabrikationsgebäude wurden 1871 an ihren heutigen Standort am Bahnhof Tiergarten verlegt. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts hatte die Manufaktur mehr und mehr einen Vorbildcharakter für die keramische Industrie. Das alte Hartporzellan und ein neues für Biskuitfiguren, wetterbeständige Fliesengemälde und andere Kunsterzeugnisse wurde in immer neuen Modellen und Malereien vorgeführt. Daneben wurden auch brauchbare Gefäße, Röhren usw. für die chemische Industrie hergestellt.

Von 1918 bis 1988 führte die KPM den Namen Staatliche-Porzellan-Manufaktur Berlin und war Eigenbetrieb des Landes Berlin.
Im Zweiten Weltkrieg wurde die Porzellanmanufaktur durch Luftangriffe so schwer beschädigt, dass die Produktion eingestellt werden musste. Im Dezember 1943 wurde die Arbeit in der Massemühle und im Januar 1944 ein Notbetrieb wieder aufgenommen. Die technische Produktion wurde bis zum Wiederaufbau (1954-1960) nach Selb verlegt. 1988 wurde die KPM wieder in Königliche Porzellan-Manufaktur Berlin umbenannt.
Vgl. Wikipedia