Maria Krusemeyer

Maria Emma Krusemeyer um 1922

Emma Maria Krusemeyer um 1922 | © Estate of Hildegard Ochse

 

 

 

Emma Maria Krusemeyer-Römer, geboren am 16. November 1894 in Magdeburg Neustadt.

Hildegards Mutter wurde in Magdeburg Neustadt als Tochter von Hermann Krusemeyer, Rechnungsrat/Eisenbahnamtmann (*9. Dezember 1854 in Olfenstedt – †5. Dezember 1930 in Marburg) und Helene Krusemeyer geb. Dyckhoff (18. Juli 1868 zu Lüdinghausen †13. Dezember 1928 ) geboren und im katholischen Glauben zusammen mit 7 Geschwistern erzogen. Maria besuchte nach Abschluss der Volksschule, weit entfernt von ihrem Elternhaus, das Oberlyzeum in Erfurt, wo sie am 11. März 1914 erfolgreich die Reifeprüfung bestand. Von 1915 bis 1918 war sie als wissenschaftliche Lehrerin im Schuldienst der Stadt Magdeburg tätig. Ab Mai 1918 studierte sie ein Semester in Jena und wurde anschließend ein Jahr Übungslehrerin am pädagogischen Seminar sowie wissenschaftliche Lehrerin am Oberlyzeum in Erfurt. Nach Ostern 1920 studierte Maria an der westfälischen Wilhelms-Universität Münster in Westfalen Englisch, Geschichte, Deutsch und katholische Theologie. Im November 1924 erhielt sie eine Stelle als Studienassessor in dem staatlichen Hildegardis-Lyzeum in Bochum. Sie erhielt am 15. April 1925 die Promotion zur Dr. phil. in Münster mit „magna cum laude“ zum Thema »Der Einfluss Goethes auf George Meredith«. Ab Mai 1926 wurde sie Leiterin des Lyzeum bis zum April 1928. Ende September 1925 bestand sie die pädagogische Prüfung für das Lehramt »mit Auszeichnung« und erhielt zum 1. Oktober 1925 die Ernennung zur Studienassessorin.

Hildegard von Bingen Wandbehang Hildegardisschule Münster um 1930 © Estate of Hildegard Ochse

Hildegard von Bingen Wandbehang um 1930 | © The Estate of Hildegard Ochse

1926 erschien ihre erste Veröffentlichung »Die Eltern« in den Dürener Heimatblättern. Am 1. April 1927 wurde Maria Krusemeyer in die Beamten-Anwärterliste in Münster aufgenommen. Sie war erfolgreich und erhielt am 1. April 1928 eine Stelle als Studienrätin an der privaten Hildegardis-Frauenoberschule im Franziskushaus in Münster. Im Juni 1928 erschien im Rösel & Pustet Verlag ihr erstes Buch »Große Frauen der Vergangenheit«, das sie ihren Eltern widmet. 1931 veröffentlichte sie den Gedichtband »Der Leuchter« im Regensbergschen Druckerei und Verlag in Münster im Gedenken an ihren 1930 verstorbenen Vater und 1932 den Gedichtband »Der Brunnen«.

Am 14. Oktober 1933 kam es zur Eheschließung mit Arthur Peter Maria Römer in Münster und am 31. Oktober fand die kirchliche Trauung durch den Domprobst Dr. Adolf Donders statt. Von 1950 an arbeitete sie als Studienrätin am Theodor-Körner-Gymnasium in Bochum und unterrichtete in den Hauptfächern Deutsch, Geschichte, Englisch, später auch Religion bis zu ihrer Pensionierung 1960.

Am 20. Septem­ber 1964 starb Maria Krusemeyer in Folge eines Herz­in­farkts in Münster/Westfalen.

Der Leuchter, Maria Krusemeyer, 1931

Der Leuchter, Maria Krusemeyer, 1931 | © The Estate of Hildegard Ochse

Werke

  • Der Einfluss Goethes auf George Meredith. Phil. Diss., 1925
  • Die Eltern (Gedicht). Heimatblätter (Düren) Jg. 3, Nr. 16, 1926
  • Große Frauen der Vergangenheit. J. Rösel & F. Pustet, 1928
  • Der Leuchter. Gedichte. Regensbergsche Verlbh., 1928
  • Im Wandel der Zeiten. Geschichtsbuch, 1930
  • Der Brunnen: Regensberg Verlag, 1932
  • Die Wiege: Ferdinand Schöningh Verlag, 1947
  • Adolf Donders 1877-1944: Regensbergsche Verlbh., 1949
  • Tugend ausverkauft : Ein Mädchenheft, München : Pfeiffer, 1955
  • Verwandelte Welt : Ein Mädchenheft, München : Pfeiffer, 1955
  • Hallo Ulla! : Ein Mädchenheft, München : Pfeiffer, 1955
  • Verwandelte Welt : Ein Mädchenheft, München : Pfeiffer, 1955
  • Wer und was, wo und wann : Ein Quizbuch für Jugendgruppe, Familie u. Religionsunterricht, München : Pfeiffer, 1957
  • So, so oder so? : Zur Gewissensbildung für junge Menschen, München : Pfeiffer, 1958
  • Kennst Du sie? Heils- und Kirchengeschichte einmal anders. Ein Personenquiz, München, Pfeiffer, 1959
  • Rund um die Liebe, München : Pfeiffer, 1960
  • Leben in Gerechtigkeit : Zur Soziallehre der Kirche, München : Pfeiffer, 1961

Veröfentlichungen unter den Namen: Maria Krusemeyer, Maria Krusemeyer-Römer und später unter Maria Römer.